Gifte

Da Agatha Christie in den Kriegsjahren als Krankenschwester in einer Krankenhaus Apotheke gearbeitet hat, kam sie recht schnell zur Idee der Giftmorde. Dazu kam dass sie auch die Methoden kannte die zum Nachweis der einzelnen Gifte führten.

Am 30. April 1917 erhielt sie das Zertifikat der "Society of Apothecaries of London". Dieses berechtigte sie Arzneimittel für Ärzte und Apotheker herzustellen und abzugeben. Dieser Abschluss entsprach damals einer vorexaminierten Apothekerassistentin der deutschen Prüfungsordnung.
Schon nach kurzester Zeit langweilte sich Agatha auf diesem Posten, um für ein bisschen Abwechslung zu sorgen, führte sie genaue Listen über die Substanzen. Angaben über deren Eigenschaften, Wirkungen und spezifischen Merkmalen ihre Wirkung und Wechselwirkung mit anderen Substanzen.

Natürlich ein Giftmord
Im Angesicht von so vielen giftigen Substanzen, was lag da näher als über einen Giftmord zu schreiben. Was läge näher für einen Arzt als einen Mord mit Gift zu begehen.
Dieser These geht sie in "Mit offenen Karten" und "Der Mord an Roger Ackroyd" nach"

"Das fehlende Glied in der Kette" (The Mysterious Affair at Styles 1920)
In ihrem Erstlingswerk wird die Wechselwirkung mit zwei unterschiedlichen Substanzen Strychnin und Arsen und deren Dosierung klar. So ist jede Substanz für sich in geringer Dosis ungefährlich, aber am Ende durch die erhöhte Dosis der beiden doch tötlich.

"Die Dosis macht das Gift"
Als sie 1941 bis 1944 als freiwillige Helferin in der Krankenhausapotheke am University College Hospital arbeitet brachte sie schon mehrere Jahre Praxis im pharmazeutischen Bereich mit, was ihren Werken duchaus zugute kam.

 "Give me a decent bottle of poison and I‘ll construct the perfect crime" (Gebt mir eine anständige Flasche Gift, und ich werde das perfekte Verbrechen konstruieren) 

13 Morde mit Blausäure (bzw. deren Salze) bzw. Cyanwasserstoff geben wohl Anlass zu glauben dass es sich um das Lieblingsgift von Agatha Christie handelt.

Last Blumen sprechen 1939
Blausäure
Mord nach Maß 1967

9 Romane mit Arsen und Arsenverbindungen
Der Wachsblumenstrauß 1953
16 Uhr 50 ab Paddington 1957
Alter schützt vor Scharfsinn nicht
Lauter reitzende Damen

7 mit Morphin
Mord auf dem Golfplatz 1923

6 mit Digitalis
5 mit Barbituraten
5 mit Strychnin
3 mit Chloralhydrat
2 mit Aconitin
2 mit Atropin
2 mit Cocain
2 mit Strophantin

1 mit Schirling
Das unvollendete Bildnis
2 mit Physostigmin

Vorhang, Poirots letzter Fall (1975)
Atropin
Die Pralinenschachtel
Diverse Morde mit Talium

Das fahle Pferd
Fingerhut
Alter schützt vor Scharfsinn nicht
Hutfärbemittel
Mit offenen Karten
Salzsäure
Mord in Mesopotanien
Tabak
Nikotin

15 Morde mit verschiedenen Arzeneimitteln, Chemikalien und Giften


Gifte, Substanzen, Verbindungen
Talium
Antimon
Physostigmin 

Morphium
Rezin
Atropin
Veronal/  Barbital
Arsen
Zyankali
Blausäure/Cyanid
Strychnyín
Curare
Wasserschierling 
Hutfärbemittel
Unkrautvernichter
Silberpolitur
Salzsäure
Tabak / Nikotin

 

 

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